Täglicher Genuss eines Glas Fruchtsaft nicht mit höherem Risiko für Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes verbunden

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Es wurde vermutet, dass der Genuss von Fruchtsaft sich aus gesundheitlicher Sicht nicht mit dem Verzehr einer ganzen Frucht vergleichen ließe. Um dies wissenschaftlich zu bewerten, analysierte eine große prospektive Studie in den USA, wie sich Fruchtsaft und ganze Früchte im Hinblick auf einen erhöhten Blutdruck oder das Typ-2-Diabetes-Risiko im Vergleich verhielten.

Die Studie umfasste mehr als 1 Million US-amerikanischer Frauen, die einen Ausgangsfragebogen zu ihrem Lebensmittelkonsum ausgefüllt hatten, bevor sie fast acht Jahre lang regelmäßig untersucht wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass ein moderater Verzehr ganzer Früchte (2,4 verglichen mit 0,3 Portionen am Tag) und Fruchtsaft (225 ml täglich verglichen mit gar keinem Fruchtsaft) nicht mit dem Auftreten von Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes in Verbindung stand. Außerdem stellte sich heraus, dass der Genuss von einer Portion Fruchtsaft pro Tag das Risiko der Entstehung einer der beiden Erkrankungen nicht erhöhte.

Die Autoren der Studie schlossen daraus, dass moderate Mengen von Fruchtsaft oder ganzer Früchte nicht signifikant mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck oder Diabetes bei US-amerikanischen Frauen jenseits der Menopause einhergingen. Zu beachten ist, dass es sich hierbei um eine Beobachtungsstudie handelt, die methodische Beschränkungen aufweist und nur Beziehungen, nicht jedoch Ursache und Wirkung aufzeigen kann.

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Quellen:

[1] Auerbach BJ et al. (2017)

Associations of 100% fruit juice versus whole fruit with hypertension and diabetes risk in postmenopausal women: Results from the Women's Health Initiative. Prev Med. 105: 212-218